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"Entwurf"

_die dritte Etage

Grundsätzlich basiert der Entwurf auf der Idee, das Haus in eine private Ebene ohne direkte Ein- und Ausblicke - und eine öffentliche Ebene mit dem totalen Bezug zum Außen-raum zu unterteilen.
Dies entspricht einer Aufteilung wie sie Deleuze in seiner Allegorie vom "barocken Haus" (in:"Gilles Deleuze", "Die Falte" - Leibnitz und der Barock) in die zwei Etagen der Seele und der Materie vornimmt. Deleuze deutet aber an, dass die von ihm vorgenommene Einteilung nicht absolut
zu sehen ist, so spricht er z.B. von tierischen Seelen, die keine Vernunft kennen und eigentlich auf der unteren, also materiellen Ebene stehen. Sie gehören nicht zu den "aufge-stiegenen" Seelen der oberen Etage.
"Es gibt fühlende, tierische Seelen unten oder sogar eine niedere Ebene in den Seelen, welche die Faltungen der Materie umschließen."
(aus:"Gilles Deleuze", "Die Falte" - Leibnitz und der Barock)
Deleuze geht also noch einmal von verschiedenen Schichten innerhalb der einzelnen Etagen aus. In bezug auf den Ge-bäudeentwurf hat sich die Einführung einer dritten Ebene als sinnvoll erwiesen, eine Etage in der die Eigenschaften der beiden anderen Ebenen vereint werden, die also zwischen der absoluten Einteilung in "offen" und "abgeschlossen" ver-mittelt. Als Bild für diese Etage wird die "Höhle" vorgeschla-gen, ein Raum der der "Seele" im Rücken Schutz bietet, aber eine Öffnung für den Blick nach außen behält.
Alle drei Etagen werden über Glasvolumen, die "Nerven-stränge", miteinander verbunden. "Reize" (z.B. Licht, oder Ton, aber auch Bewegung) können über die Etagen hinweg ausgetauscht und wahrgenommen werden.

www.andreas-schuchardt.de
1
_"Seele" abgeschlossener, privater
Raum

2
_"Gemeinschaftszimmer" offener
Raum mit Ein- und Ausblicken

3
_"Höhle" im Rücken geschützter
Raum mit direktem Kontakt nach
außen